Der Durchbruch der Elektromobilität bleibt in Deutschland nach wie vor aus: Verantwortlich dafür ist neben hohen Anschaffungskosten und langen Ladezeiten vor allem das Fehlen einer flächendeckenden Infrastruktur an (privater) Ladesäulen (Wallboxes).  Um den Anteil an E-Autos auf deutschen Straßen durch ein staatliches Förderprogramm erhöhen zu können, hatte das Bundeskabinett im November 2019 einen „Masterplan Ladeinfrastruktur“ beschlossen. Anfang Oktober 2020 gab der Verkehrsminister bekannt, dass 200 Millionen Euro für die Förderung privater Lademöglichkeiten bereitgestellt werden. Der Zuschuss für den Erwerb und die Errichtung eines fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladepunkts beträgt inklusive des elektrischen Anschlusses 900 Euro. Voraussetzung ist, dass der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt. Um Fehlentwicklungen zu vermeiden und Hemmnisse frühzeitig identifizieren zu können, soll der Masterplan für (private) Ladestationen und Wallboxen ab 2021 alle drei Jahre evaluiert werden.

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